Work From Home is dead, long live Work From Anywhere

Work From Home is dead, long live Work From Anywhere

Täglich berate ich Unternehmen in Sachen IT und Strategie und biete immer innovative Lösungen an. Zudem halte ich als Keynote-Speakerin Impulsvorträge zum Thema generationsübergreifende Führung und Digitalisierung. Ich bin angetreten dieses wichtige Thema mit meinen Reden transparenter zu machen. Die Inspirationen für meine Vorträgeerhalte ich im täglichen Kontakt mit meinen Kunden sowie aus meiner langjährigen Berufserfahrung als Führungskraft. Angetan haben es mir besonders die jungen Führungskräfte, die gerade beginnen, diesen Weg zu beschreiten. Ich habe diesen Blog ins Leben gerufen, um mit meinen Erlebnissen und Erfahrungen zu unterhalten und Tipps für rebellische Führungskräfte und solche, die es nie werden wollten, zu geben.

Home-Office ist tot. Es lebe die Arbeit „von überall“ 

Seit der Kontaktsperre durch C19 ist „Home-Office“ für manche fast zu einer Art Unwort geworden. Das erzwungene Home-Office zusammen mit geschlossenen Schulen, den Kindern zu Hause, dem Hundesitter, der nicht kam, und instabilem Internet war sicher für viele nicht ideal. Man konnte nicht mal in das Café um die Ecke flüchten. Kein Wunder, dass einige von uns mit Home-Office eher Stress und Abscheu verbinden. 

Der Begriff „Home-Office“ kommuniziert leider nicht die grundlegende Freiheit, die damit einher geht: nämlich nicht, weiter in unseren Wohnungen eingesperrt zu arbeiten, sondern genau dort, wo wir persönlich am produktivsten sind. 

Es kann dein Zuhause sein – aber es kann ebenso gut ein Café sein, das Krankenhaus, in dem sich ein krankes Familienmitglied befindet, ein Strand, das Haus eines Freundes, ein Hotel. Der Punkt der Flexibilität besteht hier darin, unsere Zeitpläne und den damit verbundenen Stress loszulösen und unsere Arbeit dort stattfinden zu lassen, wo wir sie wollen.

Viele von uns werden sich dafür entscheiden, von zu Hause aus zu arbeiten. Andere werden gewöhnlich jeden Tag in dieselbe Arbeitsumgebung zurückkehren, auch wenn es nicht unser Zuhause ist. Das ist gut so. Flexibilität bedeutet nicht, dass wir ständig alles verändern müssen – es bedeutet, dass wir Dinge ändern können, wenn wir es wollen und müssen. Denn mit “Arbeit von überall” ist wörtlich überall gemeint, einschließlich des Büros, in das wir normalerweise pendeln würden.

An manchen Tagen brauchen wir eine Mischung aus beidem. An manchen Tagen brauchen wir den Komfort von zu Hause, während wir an anderen Tagen den Komfort von Kollegen brauchen. Kurz gesagt, “Work From Anywhere” verkörpert perfekt die Freiheit und Dynamik, die unsere Zeitpläne verdienen.

Aber sollten Unternehmen bei “Arbeit von überall her” den Kauf von Kaffee oder Wi-Fi-Pässen für Mitarbeiter in einem nahe gelegenen Café subventionieren? Wie wäre es mit einem Tagespass für eine Coworking-Einrichtung? Sollte das Unternehmen dafür sorgen, dass die Mitarbeiter in verschiedene Städte oder Orte reisen, um sich mit neuen Erfahrungen aufzufrischen? Wie sollten Unternehmen Mechanismen anbieten, mit denen weit entfernte Mitarbeiter sich im wirklichen Leben verbinden können?

Leider dreht sich heute ein Großteil der Diskussion unter Führungskräften um Kosten (Überraschung!). 

Mit “Work From Anywhere” spart ein Unternehmen unter Umständen überhaupt kein Geld. Was einst große Bürokomplexe waren, sind vielleicht nur eine Handvoll kleinerer Veranstaltungsorte mit Reise- und Lebensmittelbudgets, die die Einsparungen bei den Immobilienkosten mehr als wettmachen. Bei dieser neuen Arbeitsplatzflexibilität geht es weder um Geldeinsparungen noch um langfristige soziale Distanzierung. Letztendlich ist sie eine Investition in das Wohlbefinden der Mitarbeiter, in die Produktivität und letztlich in die Rentabilität.

Madeleine Kühne

Keynote-Speakerin

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