Ich- statt Du-Botschaften

Täglich berate ich Unternehmen in Sachen IT und Strategie und biete immer innovative Lösungen an. Zudem halte ich als Keynote-Speakerin Impulsvorträge zum Thema generationsübergreifende Führung und Digitalisierung. Ich bin angetreten dieses wichtige Thema mit meinen Reden transparenter zu machen. Die Inspirationen für meine Vorträgeerhalte ich im täglichen Kontakt mit meinen Kunden sowie aus meiner langjährigen Berufserfahrung als Führungskraft. Angetan haben es mir besonders die jungen Führungskräfte, die gerade beginnen, diesen Weg zu beschreiten. Ich habe diesen Blog ins Leben gerufen, um mit meinen Erlebnissen und Erfahrungen zu unterhalten und Tipps für rebellische Führungskräfte und solche, die es nie werden wollten, zu geben.

Ich statt Du

Die andauernde Quarantäne, Homeoffice, Homeschooling, viele Familien oder Mitbewohner 24/7 zusammen, bringt Unmengen von Konflikten zu Vorschein. Jeder von uns hat unterschiedliche Themen, die uns nerven und Ausbrüche und Streit triggern. 

Was ist es bei euch? Lärm, während ihr euch konzentrieren müsst? Unterbrechungen während der Videokonferenz? Durcheinander im Wohnzimmer?

Statt aus dem Arbeitszimmer zu kommen, nachdem während einer Telko dreimal jemand ins Büro kam und zu schimpfen: „DU kannst doch nicht jedesmal…“,  „Warum hast DU nicht…“, ist der Tipp: kurz bis fünf zu zählen und jeden Satz mit „ICH“ zu starten.  

„ICH kann mich nicht konzentrieren, wenn während der Arbeit jemand ins Büro kommt.“ Oder das Chaos im Wohnzimmer kommentieren. 

„ICH glaube, dass Du denkst, dass es meine Aufgabe ist, Dir alles nachzuräumen. ICH kann und möchte das nicht leisten und brauche Deine Hilfe dabei.“

Das ist sicher nicht leicht. Aber es wird etwas Magisches passieren. Wenn eure Partner oder Mitbewohner dieses Chaos verursachen, dann nicht mit dem Vorsatz, dich aus deiner Konzentration zu reißen oder dass du am Ende aufräumst. Sie denken überhaupt nicht darüber nach, was das bei dir auslöst, sondern sind gedanklich schon beim nächsten Thema. Mit denen zu meckern, sie zu attackieren führt nur dazu, dass sie dich komplett ausblenden. Wenn du deren Verhalten ändern möchtest, geht es nur darüber, dass du das Wörtchen „ICH“ verwendest und darüber sprichst, wie die Situation auf Dich wirkt. Du sprichst über die Auswirkung auf DICH. Das ist kein Angriff und dein Gegenüber wird zuhören und vielleicht seine Handlung reflektieren. Das ist viel aussichtsreicher und effektiver. 

Madeleine Kühne

Keynote-Speakerin

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